Aus Alt mach Neu - So einfach ist eine Heckenerneuerung

Wenn eine alte Hecke den Bedürfnissen nicht mehr entspricht, weil sie zum Beispiel abgestorbene Pflanzen hat, sie an einigen Stellen durchsichtig geworden ist oder Krankheiten hat ist es sinnvoll eine komplette Rodung durchzuführen.

Die Hecke wird vorher durch den Gärtnermeister und Firmenchef Thomas Hutzler bei einem Ortstermin in Augenschein genommen. Sie erhalten anschließend ein komplettes Angebot über die Rodung inklusive der Wurzelstock-Entfernung und Entsorgung des Grünguts.

Sobald Sie uns den Auftrag erteilen, stimmen wir die Termine für die Ausführung ab.

Vor der Maßnahme können Sie direkt in der Baumschule die für Sie optimalen Pflanzen aussuchen. Es ist keine Muster-Pflanzenbesichtigung, sondern Sie sehen gleich Ihre eigene Ware. Natürlich steht Ihnen bei der Auswahl unser Fachmann Gärtnermeister Thomas Hutzler mit seiner jahrelangen Erfahrung zur Seite.

1. Rodung der Althecke

Die ersten Arbeiten an Ihrem Grundstück sind die Rodearbeiten. Die alte Hecke wird zuerst bodennah umgeschnitten. Bei der anschließenden Entfernung des Wurzelstocks wird im gleichen Zug der Heckengraben mit einem Minibagger ausgehoben. Der Heckengraben wird passend für die neuen Pflanzen vorbereitet die für die Erneuerung ausgewählt worden sind. Die Breite des Grabens richtet sich nach deren Höhe und Wurzelballengröße. Die Reststoffe wie Grüngut und Wurzelstöcke werden von uns komplett entsorgt.

2. Pflanzung

Die Pflanzen werden erst kurz vor der Pflanzung gerodet, meistens am Tag vorher oder am selben Tag gleich morgens. Dadurch erreichen wir eine sehr hohe Anwachsquote, denn der Ballen ist nicht lange Trockenheit und Helligkeit ausgesetzt und kann so kaum Schaden nehmen.

Heckenpflanzungen können wir also deshalb den ganzen Sommer über durchführen, da die Pflanzen die kurze Umsetz-Zeit sehr gut vertragen. Speziell die Thuja smaragd und Thuja brabant sind hier sehr robuste Ware, die auch im Hochsommer die Neupflanzung möglich machen.

Die Ware wird am Pflanztag angeliefert, in den fertigen Heckengraben gestellt und ausgerichtet. Anschließend werden die Pflanzen noch mit Dünger und Bodenverbesserer von Oscorna versorgt. Der Heckengraben wird danach wieder eingefüllt und die Pflanzen eingetreten. Dazu empfehlen wir auch gleich eine Tröpfchenbewässerung einzubauen (Tropfschlauch). Das erleichtert Ihnen die Pflege im Pflanzjahr und in den Folgejahren, da die Pflanzen erst einmal einen sehr hohen Wasserbedarf haben. Abschließend wird gemeinsam mit Ihnen noch einmal alles begutachtet und besprochen.

Nach ca. 2-3 Wochen finden im Pflanzbereich kleinere Setzungen im Erdreich statt, dadurch werden einzelne Pflanzen manchmal etwas schief. Selbstverständlich kommen wir dann nochmal an Ihre Baustelle um die Pflanzen wieder gerade zu richten. Bei dieser Gelegenheit wird auch gleich begutachtet ob evtl. irgendwelche Ausfälle von Pflanzen zu beklagen sind, was aber durch die genannten Pflanzbedingungen eher selten der Fall ist. Nach diesem Schritt übergeben wir die neue Hecke zur weiteren Pflege in Ihre Hände.

3. Pflege

Bei der Pflanzung wurden durch uns bereits Grunddünger und Bodenverbesserer eingebracht. Sollte der Boden eher schlechte Qualität haben und beispielsweise sehr sandig oder kiesig sein, würden wir weitere Bodenverbesserer wie Torf anbieten und gerne auch für Sie einbringen. Das ist meist aber nicht nötig, denn der Mutterboden ist in unseren Regionen in der Regel relativ gut und lässt sich durch die genannten Hilfsstoffe noch aufwerten.

Die Pflege im ersten Jahr nach der Neupflanzung beschränkt sich meist auf das ausreichende Gießen. Dies muss aber nicht jeden Tag erfolgen. Wenn es im Sommer sehr heiß ist raten wir dazu jeden zweiten Tag zu gießen. Die Menge richtet sich nach Höhe Ihrer gewählten Pflanze. Pro Meter Pflanzenhöhe benötigen Sie 10 Liter Wasser je Pflanze.

Beispiel: 10 Pflanzen mit Höhe 150 cm bedeutet 15 Liter pro Pflanze, das ergibt 150 Liter.

Bei sehr hohen Pflanzen wie zum Beispiel 4-5 Meter hohen Thuja, empfehlen wir eine doppelseitige Bewässerung zu verlegen, also auf beiden Heckenseiten einen Tropfschlauch mit einzulegen und dieser sollte im ersten Sommer auch wenn möglich durchgängig laufen. Das rentiert sich wirklich, denn dadurch lassen sich Ausfälle durch Vertrocknung verhindern. Ein Austausch von so großen Pflanzen bedeutet immer einen erheblichen Aufwand und lässt sich so vermeiden.

Im Folgejahr der Pflanzung sollte außerdem eine Nachdüngung stattfinden. Wir empfehlen dazu wieder den Bodenaktivator und Dünger von Oscorna. Davon sollten je eine doppelte Handvoll im Wurzelbereich einer jeden Einzelpflanze aufgebracht werden. Bilden Sie einfach mit beiden Händen ein Körbchen und erfassen Sie so eine Doppelhand Hilfsstoff. dann können Sie es um die Wurzeln auch gut dosiert heraus rieseln lassen. Es sollte in die Erde oberflächig leicht eingearbeitet werden, dann wirken die Dünger schneller.

Das Aufbringen einer Schicht Rindenmulch empfehlen wir, denn es erleichtert den Kampf gegen das Unkraut ungemein. Es hält zusätzlich die Pflanzen feuchter, da weniger Bodenverdunstung stattfindet und verhindert ein verschlemmen des Bodens im Ballenbereich.

Schnittarbeiten sind im ersten Jahr bei Thuja- und Buchenhecken überhaupt nicht notwendig weil noch kein Zuwachs erfolgt. Die Pflanze konzentriert sich in diesem Jahr erst einmal auf das Wachstum der Wurzeln und einen festen Stand auf dem neuen Untergrund.

Die Pflege in den Folgejahren wird dann schon einfacher. Eine Düngung der Hecke sollte ab jetzt jährlich einmal erfolgen. Die Gießintervalle können bei den meisten Pflanzen nun auch etwas zurückgefahren werden. Die Thuja-Gewächse sind jedoch grundsätzlich sehr wasserliebende Hecken und sollten auch in den Folgejahren bei großer Hitze intensiv gegossen werden. Wenn Sie Ihrer Thuja ausreichend Wasser zur Verfügung stellen, werden Sie immer eine schöne, satt-leuchtende Hecke haben.

Im zweiten Jahr beginnt auch schon wieder das Triebwachstum. Bei der Buchenhecke schon so intensiv, dass im zweiten Jahr durchaus schon der erste Schnitt nötig sein wird, den wir natürlich gerne für Sie durchführen können. Der erste Schnitt Durchgang vom Profi ist auch ratsam, auch wenn Sie die darauffolgenden Jahre den Heckenschnitt selbst vornehmen werden. Beim ersten mal geht es natürlich darum der Hecke eine einheitliche Höhe und Geradlinigkeit zu verleihen. Daran können Sie sich im zweiten Jahr beim eigenen Schnitt ganz gut daran orientieren. Die beste Zeit für die Buchenhecke ist bei einem einmaligen Schnitt Ende September. Wenn das Wachstum schon sehr stark ist kann auch zweimal geschnitten werden. Dann sind die besten Monate Juli und September. Die Thujahecken benötigen nur einen Schnitt und das am Besten ab August bis in den September. Vereinbaren Sie rechtzeitig einen Termin.

Bei der Thuja Smaragd erfolgt im zweiten und oft auch im dritten Jahr noch ein sehr geringer Zuwachs, deshalb ist hier meist noch kein Heckenschnitt nötig.

Bei der Thuja brabant sollte im zweiten Jahr der erste Schnitt erfolgen. Der Schnitt kann bei den Thuja vom Zeitpunkt grundsätzlich immer erfolgen. So zum Beispiel auch wenn ein Ast zu weit in die Straße ragt oder die Hecke würde zu einer Seite hängen. Schön ist auch ein Sommerschnitt in der zweiten Septemberhälfte, weil dann der Nachtrieb relativ gering ist und die Hecke danach lange sehr sauber aussieht, also sehr frisch geschnitten.